Die Erwählten von Aranea Hall

 
 
Bist du erwählt?
Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internat »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy«, verbringt, erfährt sie von der verborgenen Geschichte der Welt, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften Arachne und Nadir – und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für Arachne ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen? (
Verlag)
 
 
 
 
 
An Die Erwählten von Aranea Hall hatte ich hohe Erwartungen. Ich liebe Internatsgeschichten und Geschichten die in Akademien spielen und von daher war dieses Buch für mich ein absolutes Must-read.
 
Leider wurde ich dann gleich zu Beginn enttäuscht, denn ich konnte einfach nicht mit der Protagonistin warm werden. Sie war mir von ihrer Art her einfach total unsympathisch, da sie nicht einmal versuchen wollte, sich mit ihrer Situation zurechtzufinden und immer nur alles schlecht geredet hat. Auch wie sie gehandelt hat und welche Wortwahl sie hatte, konnte mich nicht überzeugen und ich war schon nach kurzer Zeit genervt von ihr. Wobei die Wortwahl der anderen Charaktere auch manchmal fragwürdig war. Warum kann man nicht einfach "Jungs" statt "Boys" schreiben? Da die Handlung am Anfang auch nicht gerade spannend war, war ich nach zwischendurch kurz davor, das Buch abzubrechen. Ich hatte aber noch Hoffnung, dass wenigstens die weitere Handlung noch gut werden würde und habe die Geschichte nicht aufgegeben.
 
Die Handlung und die Idee dahinter fand ich bis dahin noch gar nicht so schlecht, es war einfach nur noch nicht viel passiert. Aber leider hat sich das in die Länge gezogen und es ging die meiste Zeit nur darum, wie Liv an einem Rätsel knobelt, das ihr aufgegeben wurde. Im gesamten Mittelteil hätte ich mir hier viel  mehr Handlung und Action gewünscht. Wenigstens vom Schulalltag hätte ich gerne gelesen, aber auch das blieb uns leider erspart. Und die Sache mit den besonderen Gaben der Schüler, wie es ja auch schon im Klappentext angekündigt wird, kam leider auch viel zu spät zur Sprache und dann auch nur sehr wenig. Es wurde kaum etwas über die Gaben erklärt und nicht einmal die Protagonistin hat sie hinterfragt, sondern die Tatsache, dass die Schüler über besondere Fähigkeiten verfügen einfach hingenommen, als hätte ihr jemand gesagt, wie das Wetter draußen ist.
 
Die Protagonistin wurde übrigens irgendwann erträglicher, aber das hat es für mich auch nicht mehr besser gemacht. Da der Schreibstil sehr flüssig und leicht ist, bin ich durch die Geschichte zum Glück auch schnell durch gekommen. Gegen Ende gab es dann endlich etwas Action, aber besonders spannend fand ich die irgendwie auch nicht mehr. Das Thema zwischen den Geheimgesellschaften kam dann auch endlich mehr zur Sprache, doch wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Irgendwie hat es mich am Ende stark an Night School erinnert, mit dem Unterschied, dass ich Night School geliebt habe.
 
Alles in Allem hat mich Die Erwählten von Aranea Hall leider sehr enttäuscht zurückgelassen.
 

 
 
                                         
 
 
 
 
 





 


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